Die besten Geschenke zur Geburt

Wir haben 22 Rasseln. Ganz im Ernst. Keine einzige davon haben wir selbst gekauft. Irgendwie denkt Gott und die Welt, dass so eine Babyrassel ein tolles Geschenk für ein Baby ist. Ist es eigentlich ja auch. Aber nachdem wir nun in wirklich jedem Raum in unserer Wohnung, in der Wickeltasche und selbst im Auto mit den kleinen Dingern bestens ausgerüstet sind, verschwindet jede weitere geschenkte Rassel gnadenlos in einer Ikea-Kiste. Dabei hoffen wir bei jedem neuen Geschenk auf etwas, das wir und natürlich Krümel gut gebrauchen können. Auf eine Spieluhr zum Beispiel. Denn ohne Witz: Wir haben zwar 22 Rasseln, aber nur eine einzige Spieluhr geschenkt bekommen. Und so muss letztere immer mit in die anderen Räume wandern. Wer jetzt aber denkt, dass Spieluhren eine tolle Geschenksidee sind, der irrt. Denn was für uns die Rasseln sind, sind für andere vielleicht die Spieluhren. Und 22 Spieluhren braucht man selbst bei vielen Räumen und Zimmern nun auch wieder nicht. Dabei kann man doch werdenden und frisch gebackenen Eltern mit ganz einfachen Dingen eine echte Freude machen. Hier mein Versuch, das Geschenke-Schlaraffenland mit seinen Rasseln wieder ins Gleichgewicht zu bringen:

1. Ein Kind macht hungrig

Man kann sich noch so gut auf das Wochenbett vorbereitet haben, an einen Essensvorrat denken aber die Wenigsten. Dabei ist Essen eines unserer wichtigsten Grundbedürfnisse. Und vor allem wenn Frau stillt, ist gesunde und ausgewogene Ernährung besonders wichtig. Aber ganz ehrlich: Als frisch gebackene Eltern hat man den Kopf ganz woanders und die Zeit, lange in der Küche zu stehen und zu schnippeln, sowieso nicht. Umso mehr freut man sich dann über leckere Hausmannkost, die einem Freunde und Familie vorbeibringen. Deswegen lautet die erste Geschenkidee: Bekocht die frisch gebackene Familie! Am besten das Essen allerdings schon fertig vorbeibringen (kleiner Tipp: Einkochen!), dann bleibt deren Küche auch sauber und das schont die Nerven aller.

2. Einfach mal den privaten Lieferservice spielen

Auch ein super Geschenk ist es, anzubieten, den nächsten Einkauf zu übernehmen. Schon ein paar Tage nach der Geburt sind spätestens die ersten Sachen ausgegangen und plötzlich braucht man ganz dringend auch noch genau die eine Wundcreme. Mit einer Einkaufsliste bewaffnet können der beste Freund oder die Großeltern sich um den Großeinkauf kümmern. Darüber freut sich sogar der Papa. Denn der kann so bei seinen Liebsten im Bett bleiben und wird vor dem alltäglichen Wahnsinn da draußen noch ein wenig länger geschützt. Und besonders nett ist es natürlich, wenn der Einkauf auch noch finanziell übernommen wird…

3. Gutscheine – wertvoll statt unkreativ

Damit es nicht die 22. Rassel wird, man nicht aus Versehen den Strampler in der falschen Größe kauft oder Windeln einer windelfreien Familie mitbringt, lohnt es sich, zum alt bewährten Gutschein zu greifen. Auch wenn es immer heißt, ein Gutschein sei unkreativ und langweilig. Denn am besten wissen doch die frisch gebackenen Eltern selbst, was der kleine Krümel gerade am meisten gebrauchen kann. Aber auch hier gilt es, noch einen entscheidenden Punkt zu beachten: Am besten sucht man der frisch gebackenen Familie einen Gutschein für einen großen Online Shop aus und wählt nicht etwa einen von einem kleinen Geschäft am anderen Ende der Stadt. Sonst entsteht beim Einlösen vielleicht doch wieder unnötiger Stress.

4. Unter fremden Tischen putzen

Kochen und einkaufen – die Steigerung wäre für jemand anderen zu putzen. Und genau deshalb ist das ein wahnsinnig wertvolles Geschenk. Denn wer putzt denn wirklich gerne? Und dann noch für jemand anderen? Aber genau das ist für eine frisch gebackene Familie im Wochenbett ein wahrer Traum. Einfach weiterkuscheln, während sich die Wäsche quasi von alleine wäscht, der Staubsauger durch die Wohnung flitzt und das Bad wieder in neuem Glanze erstrahlt. Denn dadurch schenkt man der Familie etwas ganz Wichtiges: Zeit für einander.

5. Fragen statt raten

Kinderspielzeug, Bekleidung, Schnuller, Kosmetikartikel für Mama und Papa, Pralinen, Windeln, Blumen, Bücher und so weiter und so weiter. Es gibt unzählige Dinge, die man nach einer Geburt verschenken kann. Deswegen als letzter Tipp: Am besten die Familie selbst fragen, was sie gerade wirklich gebrauchen kann. Vielleicht gibt es die eine Sache, die sie sich wünscht, die aber die nie unter den Geschenken ist (bei uns war das die Spieluhr).

Und jetzt bin ich gespannt: Was habt ihr Tolles zur Geburt geschenkt bekommen oder selbst verschenkt? Was ging vielleicht gar nicht? Ich freue mich schon über eure Erfahrungen in den Kommentaren!

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