Krümel schläft!

Es ist noch gar nicht so lange her, da war das Einschlafen für Krümel am Abend ein einziger Kampf. Denn Krümel wollte einfach nicht schlafen. Irgendwann siegte die Müdigkeit letztlich doch immer. Aber der Weg dorthin war eben lang und anstrengend und Mama und Papa sind am Ende nicht selten auch gleich mit eingeschlafen. Kaum zu glauben, doch damit war quasi von heute auf morgen Schluss! Denn pünktlich um 21 Uhr liegt Krümel nun im Familienbett und schläft, als hätte er dies so schon immer getan. Wie wir das geschafft haben? Tja, mal wieder ist unsere Hebamme „Schuld“ daran.

Wir brauchen ein Abendritual!

Wir haben unsere liebe Nachsorgehebamme darum gebeten, noch einmal bei uns vorbeizuschauen. Wie ihr hoffentlich wisst, ist die Betreuung nach dem Wochenbett nicht automatisch beendet. Solange ihr stillt, habt ihr ein Anrecht auf acht Hebammenbesuchen bzw. werden diese von der Krankenkasse übernommen. Dies nur mal so am Rande erwähnt. Wir erzählten unsere Hebamme also davon, dass Krümel abends nur schwer in den Schlaf findet und das dann auch alles andere als freiwillig. Das ein oder andere Schmunzeln huschte ihr schon über das Gesicht, als wir ihr von unseren abendlichen Spaziergängen durch die Nachbarschaft und dem Tragen und Schaukeln durch die Wohnung berichteten. Aber ganz ernst erklärte sie uns dann, wie wichtig es ist, dass Krümel lernt, wie man abends im Bett einschläft. Damit ist nun gar nicht gemeint, dass der kleine Herr jetzt alleine einschlafen können muss (er ist ein Baby und muss somit schon einmal gar nichts), sondern viel mehr das Einschlafen im Bett und dem damit verbundenen Abendritual. Und das Letztere hatten wir, die eigentlich absolute Gewohnheitstiere sind, tatsächlich nicht. Klar, es gab abends das gemeinsame Abendessen und irgendwann ging man halt ins Bett. Aber mit und vor allem für ein Kind ist es wichtig, all das in eine genaue und sich immer wiederholende Reihenfolge zu bekommen. Damit man nach Ablauf aller Punkte auch an dem Ort landet, an dem man so richtig zur Ruhe kommen kann: Im Bett. Natürlich ist es einfacher, Krümel in die Trage zu packen, spazieren zu gehen, und dann ihn schlafend ins Bett zu legen. Aber so geht es eben auf Dauer nicht, sagt unsere Hebamme.

Krümel schläft – und wir gleich mit

Das sollte das Einschlaf-Geheimnis also schon sein? Ein mehr oder weniger exakter Zeitplan, der den Abend strukturiert und damit vorgibt und definiert? Gesagt, getan! Kochen, gemeinsam essen, Krümel einmal durchs Bad jagen, Pyjama anziehen und ab ins Bett. Und all das bitte auch nicht zu spät. Eltern wissen, wie schnell mit Kind die Zeit verfliegt. Im Bett wartet dann übrigens die größte Herausforderung: Das quietschvergnügte und muntere Kind müde und sanft in den Schlaf bekommen. Am liebsten zeigt uns Krümel mit letzter Kraft noch einmal, was er alles schon kann: Krabbeln, stehen, zappeln… Sich hinlegen und brav die Äuglein schließen, gehört da nicht dazu. Wär ja auch eher langweilig. Im Bett angekommen, lesen wir jetzt meistens noch eine kurze Geschichte vor, ehe es wirklich „ruhig“ wird. Dann wird das Licht noch dunkler gedimmt und wir kuscheln uns gemütlich zusammen. Während ich Krümel stille (ohne klappt es beim besten Willen nicht), singt der Papa ein Einschlaflied. Manchmal wehrt sich der Kleine nach Kräften und möchte uns überzeugen, dass er doch noch fit genug für weitere Turnübungen sei. Auch wenn die Äuglein schon ganz klein werden und er dabei gähnen muss. Aber tatsächlich schläft Krümel jetzt ganz schnell und vor allem entspannt ein. Nur selten müssen wir Tränen trocknen und auf dem Arm tragend beruhigende Worte sprechen. Aber auch dann geht es wieder zurück ins Bett. Jetzt kuscheln wir zu dritt, singen und werden gemeinsam ganz ruhig. Sollte ich an dieser Stelle erwähnen, dass nicht selten gleich wir alle drei dann so einschlafen? Das allein spricht wohl für unser neues Abendritual.

Was ist euer Abendritual? Wie klappt das bei euch und euren Kleinen mit dem Einschlafen?

 

 

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