Wie mein Sohn mich regelmäßig entschleunigt und was Steine damit zu tun haben

Eigentlich wollte ich einen ganz anderen Artikel schreiben. Der Anfang war auch noch ganz gut, aber dann bin ich irgendwie abgedriftet. Künstlerische Kreativität, oder so ähnlich. Den Weg zurück zum eigentlichen Thema habe ich natürlich nicht mehr gefunden. Also schreibe ich jetzt einfach weiter. Und das hat mein Gedankenkarussell überhaupt erst angetrieben: Ich liebe die gemeinsame Zeit mit Krümel!

Wahre Inbrunst

Manchmal (okay, zugegeben ziemlich oft sogar) starre ich meinen kleinen Sohn an und könnte vor Stolz platzen. Sein verschmitztes Lächeln, seine kleinen Hände, die ständig etwas packen und hochheben, der Stolz in seinem Gesicht, wenn ihm wieder etwas Neues gelungen ist. Ich bin immer noch fasziniert, was wir da erschaffen haben. Natürlich bin ich seine Mama und muss ja quasi so schock verliebt sein. Aber ganz ehrlich: Ich denke mir so oft, dass das Leben als Erwachsener nur so an einem vorbeizieht. Wir sind ständig in Eile, gestresst und streben dieses oder jenes an. Karriere, Geld, Ansehen… mal ehrlich: so richtig Spaß macht das alles von außen betrachtet doch gar nicht. Krümel hingegen könnte, kaum dass er wenige Schritte aus der Haustür getreten ist, stundenlang Steine sammeln. Mit wahrer Inbrunst. Da hockt er dann am Boden und fummelt mit seinen kleinen Händen an noch kleineren Steinen herum. Und wenn er sich doch von ihnen losreißen kann, dann wartet einen halben Meter weiter schon wieder ein Stöckchen, ein Grashalm oder eine Ameise auf ihn

Kinderaugen sehen mehr

Krümel nimmt sich Zeit, all das ausgiebig zu entdecken. Er sieht die Welt mit anderen Augen. Mit Augen, die wissbegierig, neugierig und offen für Neues sind. Krümel holt mich regelmäßig aus meinen „Ich muss das jetzt noch alles schaffen“-Gedanken heraus. Er zeigt mir, dass ich das jetzt eben nicht alles noch schaffen muss. Und wenn er sich dann wieder in aller Ruhe auf den Boden oder in die Wiese setzt und seine kleinen Hände auf Erkundungstour gehen, dann atme ich hin und wieder einmal kurz durch und setze mich zu ihm. Das ist übrigens auch mein Geheimtipp, wenn es mal wieder besonders stressig wird und man sich selbst doch viel zu viel vorgenommen hat: Setzt euch in solchen Momenten einfach einmal neben euer Kind und taucht in seine Welt mit ein. Unser stressiger Alltag kann schon mal ein paar Minuten auf uns warten, er wird es ziemlich sicher auch tun.

3 Kommentare zu „Wie mein Sohn mich regelmäßig entschleunigt und was Steine damit zu tun haben

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