Abhalten in der Nacht: Das sind unsere Erfahrungen mit Windelfrei nachts

Wir haben Windelfrei für uns entdeckt, als Krümel gerade einmal vier Wochen alt war. Bevor seine Windel voll war, hat er immer ganz laut geweint. Unsere Wochenbett-Hebamme hat uns motiviert, bei diesem deutlichen Signal doch einfach einmal Windelfrei auszuprobieren – tatsächlich mit vollem Erfolg! Anstatt Tränen, sah man kurz darauf Erleichterung und sogar Stolz in seinem winzigen Gesicht. Vier Wochen später haben wir uns dann schon an Windelfrei in der Nacht herangetraut. Ein riesiger Schritt, nachts einfach mal die Windel wegzulassen, dachten wir anfangs. Hätten wir gewusst, wie leicht und erfolgreich es ist, vielleicht wären wir diesen Schritt sogar schon früher gegangen. Auch heute klappt das Abhalten in der Nacht immer noch besser als untertags.

Wie bei uns Windelfrei in der Nacht funktioniert

Tagsüber haben wir den kleinen Mann anfangs nach Gefühl abgehalten, später kamen dann die Signale, wie zum Beispiel ein verkniffenes Gesicht oder beide Händchen im Mund, dazu. Wie aber funktioniert Windelfrei nun in der Nacht, wenn das Baby schläft und keine Signale geben kann? In unserem Fall hat Krümel von Anfang an sehr wohl signalisiert, wenn er mal musste bzw. muss. Zunächst wird er unruhig, wälzt sich dann immer mehr hin und her, bis er im schlimmsten Fall schließlich wach wird und weint. Dann ist es meistens schon zu spät. Merken wir also, dass er unruhig wird, halten wir ihn ab. Dabei ist Krümel während dem Abhalten nie wach, sondern schläft einfach weiter. Windelfrei nachts ist in unserem Fall eine ziemlich sichere und saubere Sache. Natürlich hat es vor allem anfangs den einen oder anderen Pipi-Unfall im Bett gegeben (klar, auch jetzt noch hin und wieder mal). Gerade wenn man quasi von Anfang an mit Windelfrei nachts beginnt, gehören kleine Missgeschicke nun mal dazu. Neugeborene haben erwiesenermaßen kleinere Blasen, das macht sich eben auch nachts bemerkbar. Dank Matratzenschutz und Unterlage, dafür haben wir anfangs einfach eine Wolldecke oder ein weiches Handtuch unter ihn gelegt, war das aber auch keine große Sache. Es gab und gibt Nächte, in denen wir drei oder vier Mal wach werden und Krümel abhalten. Genauso gab es aber auch schon Nächte, in denen Krümel zehn Stunden oder sogar mehr einfach geschlafen hat und alles trocken blieb (was da los war, wissen wir bis heute nicht!). Letztendlich haben wir schon ganz zu Beginn einfach mal die Windel weggelassen und konnten auch auf andere Utensilien, wie zum Beispiel Trainers, verzichten. Ein normaler Pyjama oder ein Schlafkleid, Hauptsache es lässt sich darin gut und schnell abhalten und ein Schutz für die Matratze – mehr brauchen wir für das nächtliche Windelfrei nicht.

Warum Windelfrei auch nachts kein Hexenwerk ist

Eigentlich ist Windelfrei in der Nacht also ziemlich unspektakulär. Wenn man anderen Eltern aber erzählt, dass Krümel, seit er vier Wochen alt ist, beim Schlafen keine Windel trägt, dann wird man angestarrt, als sei man das siebte Weltwunder. Dabei ist es eigentlich ziemlich natürlich, dass Windelfrei gerade nachts gut funktionieren kann. Im Tiefschlaf pinkeln Babys genauso wenig wie wir Erwachsenen. Ist die Blase voll, spüren sie das ebenso wie wir es tun. Und von diesem unangenehmen Gefühl werden sie (meistens) ebenso wach wie wir. Und die Sache mit dem großen Geschäft ist noch leichter zu erklären: Auch der Darm, ob nun der von Babys oder Erwachsenen, ist in der Nacht träge. So selten wie wir mitten in der Nacht für das große Geschäft aufstehen müssen, so selten haben Babys dieses Bedürfnis.

Darum haben wir uns dafür entschieden

Dass unser Kind auch nachts keine Windel trägt, hat viele Vorteile. Erst einmal ist es wieder eine ungesunde Plastikschicht weniger an seinem Popo. Seine Haut kann atmen, denn vor allem in Windeln schwitzt er immer wie wahnsinnig. Auch wenn Krümel einmal krank ist, sind wir froh, dass er ohne Windel die Krankheit ausschwitzen kann. Und nebenbei bemerkt, am nächsten Morgen wachen weder wir noch Krümel neben bzw. in einer vollen Windel im Familienbett auf. Windelfrei nachts kann genauso gut wie untertags funktionieren. Es gibt Kinder, die auch in der Nacht ganz deutlich signalisieren, wenn sie müssen und eben jene, die alles verschlafen. Ob man bei Letzteren einfach nach Intuition oder nach einem bestimmten Rhythmus abhält oder nicht, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist auch hier, dass man bei allem entspannt bleibt. Klappt es erst einmal nicht mit dem Abhalten in der Nacht, sollte man ganz bewusst zur Windel greifen und eine Pause einlegen. Schlaf hat immer oberste Priorität. Und wer weiß, plötzlich klappt es später wieder. Wir für uns jedenfalls sind sehr froh, dass wir unserem Sohn auch nachts das Abhalten anbieten können. Denn sind wir mal ehrlich: Wie viel schöner ist es, ohne Windel schlafen zu können?

3 Kommentare zu „Abhalten in der Nacht: Das sind unsere Erfahrungen mit Windelfrei nachts

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  1. Hallo 🙂
    Mein Sohn, 13 Monate, wälzt sich seit Monaten nachts hin und her, findet keine Position, in der er schläft, bis er dann weint. Zu beruhigen durch die brust. Manchmal bin ich so müde und irgendwie beruhigt er sich, aber für nicht lange Zeit. Kann es sein, dass er da immer in die Windel machen muss?? Ist das ein Anzeichen dafür? Warum macht er nicht einfach in die Windel ohne dieses weinen?!
    Ich wäre über eine Idee sehr dankbar!
    Liebste Grüße,
    Lisa

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    1. Liebe Lisa, danke für deine Nachricht. Ja, es kann gut sein, dass ihn nachts eine volle Blase plagt, was ja sehr unangenehm ist. Tatsächlich ist es oft so, dass Babys/Kleinkinder stillen möchten, wenn sie mal müssen. Es entspannt und sie können so besser loslassen. Du fragst, warum er nicht ohne dieses Weinen einfach in die Windel macht. Naja, weil er wahrscheinlich vom Tiefschlaf in einen unruhigen Schlaf fällt, die Blase zwickt und schmerzt und er sucht Nähe, Wärme und Sicherheit bei Mama. Während am Tag es einfach ist, während dem Spielen, dem Entdecken usw. es einfach laufen zu lassen, spürt er seinen Körper nachts sehr bewusst. Auch wir können ja nicht weiterschlafen, wenn die Blase voll ist und wälzen uns hin und her, bis wir irgendwann genervt den Weg zur Toilette antreten. Hier mein Tipp: Versuche doch mal, ihn davor (also bevor er so unruhig wird) auf die Toilette zu setzen, über die Dusche zu halten und ihm zu sagen, dass er jetzt Pipi machen darf. Am besten lässt du noch den Wasserhahn leicht laufen. Das animiert zusätzlich 😉 Mit leerer Blase wird er deutlich ruhiger schlafen – und du auch! Weitere Tipps rund zu dem Thema findest du auch hier: http://www.windelfreibaby.de Alles Liebe euch!

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