Was ich in der nächsten Schwangerschaft alles anders machen würde

Ich hatte das Glück, dass ich mit Krümel eine sehr schöne Schwangerschaft verbringen durfte. Abgesehen von ein paar kleinen Wehwehchen, die so ein riesiger Babybauch und 25 Kilo mehr eben so mit sich bringen, ging es mir die 40 Wochen wirklich gut. Und trotzdem würde ich rückblickend ein paar Dinge anders angehen. Wie heißt es so schön? Hinterher ist man immer schlauer 😉

1. Dem eigenen Körper vertrauen

Es ist schon komisch. Eigentlich wissen wir doch selbst am besten, was uns gut tut und was nicht. Aber kaum, dass man sich dem Bauchzwerg bewusst wird, wird nach verbotenen Lebensmitteln und einem möglichen Schwimmbad- oder gar Saunabesuch im Internet recherchiert. Darf ich? Darf ich nicht? Jeder hat dazu eine eigene Meinung. Lustigerweise ist die von Bekannten ohne eigene Kinder am lautesten. Und natürlich lässt man sich in solch einer neuen Lebenssituation gerne mal ganz leicht beeinflussen. So erging es jedenfalls mir. Im Nachhinein weiß ich: Ich hätte, könnte, sollte mir manchmal selbst mehr vertrauen. Einfach öfters einmal in sich selbst hineinhorchen und vor allem auch mal entschleunigen.

2. Eine Eins-zu-eins-Betreuung bei der Hebamme genießen

Die Schwangerschaft mit Krümel war meine erste und ich somit auch ein absoluter Neuling, was die Vorsorgen und Termine anging. Schnell landet man in diesem Kreislauf, in dem man sich alle paar Wochen bei der Frauenärztin auf dem berüchtigten Stuhl wiederfindet: Blutabnahme, Gewichtskontrolle, Vaginaluntersuchungen, Abstrich und und und. Heute weiß ich: Das muss so nicht sein. Da ich im Geburtshaus entbunden habe, habe ich dort auch die meisten Vorsorgen machen lassen. Wie schön das war, kannst du übrigens auch hier noch einmal nachlesen. Allerdings hat es doch seine Zeit gedauert, bis mir klar wurde, dass ich auch „Nein“ zu irgendwelchen Tests oder Vorgehensweisen sagen darf. Heute würde ich definitiv eine Hebamme die Vorsorgetermine machen lassen. Sie lernt mich und meinen Bauchzwerg kennen, eine Vertrauensbasis entsteht und sie kennt meine gesamte Schwangerschaft. Das ist so viel schöner, als Patient Nr. 46 beim Frauenarzt zu sein.

3. Weniger Ultraschall-Untersuchungen machen lassen

Und wenn wir gerade eh schon beim Thema sind: Heute würde ich vermutlich auf die meisten (vielleicht auch auf alle?) Ultraschall-Untersuchungen verzichten. Warum? Inwiefern das Baby durch diese gestört wird bzw. welche Gefahren und Schädigungen genau von ihnen ausgehen, das ist heute noch immer nicht genau bekannt. Und trotzdem gibt es Frauenärzte, die sogar eine „Ultraschall-Flatrate“ während der Schwangerschaft anbieten! In vielen anderen Ländern sind diese Untersuchungen übrigens sogar ganz verboten bzw. werden nur gemacht, wenn ein medizinischer Notfall vorliegt. Damals habe ich diese kleinen schwarz-weißen Bildchen einfach gebraucht, um Krümel zu realisieren. Heute weiß ich, dass das natürlich auch ohne diesen Beweis gegangen wäre. Spätestens wenn man den ersten Tritt spürt, erwachen die ersten aber feinen Muttergefühle.

4. Sich direkt für das Geburtshaus entscheiden

Eigentlich wusste ich schon mit dem positiven Schwangerschaftstest in der Hand, dass ich nicht in einem Krankenhaus entbinden möchte. Gründe gab und gibt es da viele: Eine fremde Umgebung, zahlreiche Interventionen, Ärzte und Krankenschwester, die ein- und ausgehen, ein steriles Umfeld und so weiter. All das hatte nichts mit der Romantik zu tun, die ich mir für dieses intime Erlebnis, was eine Geburt definitiv ist, vorgestellt hatte. Und tatsächlich waren wir uns nach dem Infoabend im Geburtshaus sicher, dass genau das der Ort sein wird. Und trotzdem haben wir uns (gut, ehrlich gesagt, eher nur ich mir) auch in dem Punkt anfangs reinreden lassen. Das sei ja viel zu gefährlich, so ganz ohne Ärzte und so weiter. Heute kann ich rückblickend sagen: Das Geburtsort war der perfekte Ort, unseren Krümel zu bekommen!

5. Die Schwangerschaft genießen

Hört sich vielleicht doof an, aber ja die zehn Monate vergehen wie im Flug. Bis man diesen Zustand wirklich realisiert hat, ist er auch fast schon wieder vorbei. Schwanger zu sein kann anstrengend, ermüdend, nervig, schmerzend und sonst was sein. Aber es ist auch eine wahnsinnig schöne und aufregende Zeit. Eine einzigartige Zeit. Und heute blicke ich zurück und vermisse von Zeit zu Zeit diese harte Babykugel, das Spüren von kleinen Füßchen im Bauch und überhaupt einen Bauchzwerg in mir zu haben.

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